Informationen - Lexikon religiöse Gebärdensprachbegriffe

aus dem Vorvort der gleichnamigen CD-Rom (1.0)
Siegen, 31. Juli 1998 von Pfr. Benno Weiß.




Mitarbeitende und Arbeit des Fachausschusses 1996

Im November 1996 hat der DAFEG-Fachausschuss „Religiöse Gebärdensprachbegriffe auf CD-ROM“ seine Arbeit begonnen. Dazu gehörten folgende sieben Personen:


·      Ruth Götz, gehörlos, langjährige Mitarbeiterin in der Gehörlosengemeinde Nürnberg
·      Uta Graubner, gehörlos, vormals Mitarbeiterin in der Gehörlosengemeinde Leipzig (bei Heinz Weithaas), jetzt in der Gehörlosengemeinde Dresden
·      Karin Haag, hörend, Diakonin in der Gehörlosenseelsorge Württemberg
·      Ulrich Eichler, hörend, Landespfarrer für Gehörlosenseelsorge in Sachsen
·      Arvid Schwarz, gehörlos, Mitarbeiter in der Gehörlosengemeinde Stade und am Institut für Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser der Universität Hamburg
·      Egon Zeuner, gehörlos, Laienprediger in der Gehörlosenseelsorge Westfalen
·      Benno Weiß, hörend, Gehörlosenpfarrer in Westfalen


An insgesamt acht Wochenenden, jeweils von Freitagabend bis Sonntagnachmittag, haben wir insgesamt 402 religiöse Begriffe bearbeitet: Welche Gebärdensprachformen in den verschiedenen Regionen Deutschlands vorhanden sind, wie theologischer Inhalt und gebärdensprachliche Ausdrucksform einander entsprechen, welchen Ursprung die Formen der Gebärden haben usw. Der Sonntag des Wochenendes war immer der Tag der Videoaufnahmen. Zwischen den Sitzungen hat jede/r an ihrem/seinem Ort versucht, weitere Informationen, weitere Gebärden zu sammeln.


Jede/r von uns hat ihr/sein gebärdensprachliches und sein theologisches Wissen in die Arbeit eingebracht. Das war unser Gewinn, daran lag aber gleichzeitig unsere Grenze. Deshalb kann unser Ergebnis nur ein erster Versuch sein, nach der „Kartei Religiöse Gebärden“ eigentlich der zweite.


Wir werden nicht alle religiösen Gebärdensprachbegriffe erfasst haben, wir werden auch nicht frei von Fehlern gearbeitet haben, aber wir glauben, unser Ergebnis kann sich sehen lassen.