Vorwort der Internetversion Religiöse Gebärdensprachbegriffe

Seit den Anfängen der Arbeit des Fachausschusses "Religiöse Gebärdensprachbegriffe" 1996 ist viel Zeit vergangen. Der technische "Fortschritt" hatte die erste Version der CD-Rom überholt. Auf vielen Betriebssystemen lief die alte Version nicht mehr. So blieb nichts anderes übrig, diese Version technisch auf einen neueren Stand zu bringen: die Version 2.0 erblickte 2006 das Licht der Welt und wurde kostenfrei gegen die alte Version ausgetauscht.


Mit der Version 2.0 wurde eine "Internetfunktion" in Aussicht gestellt (Ende 2007/ Anfang 2008). Hier sollten neue, veränderte und ergänzende Gebärden abrufbar sein.


Auf diese Form der Kombination von CD-Rom und Internet wurde verzichtet. Statt dessen ist der Inhalt der gesamten CD-Rom im Internet zugänglich. Auf dieser Plattform aufbauend, kann ein begleitender Fachausschuss neue Gebärden und Erläuterungen einbauen. Überholte Gebärden und nicht mehr zutreffende Erklärungen können auf einfache Weise entfernt werden.


Zudem, so meine Hoffnung, ist es auch möglich, die "visuelle" Arbeit anderer Fachausschüsse auf dieser Plattform zu präsentieren. Ich denke hier vor allem an liturgische Stücke, Psalmen und Gebärdenlieder.


In der Internetversion "Religiöse Gebärdensprachbegriffe" ist leicht verändert zu der zu Grund liegenden Version 2.0. Die Trennung verschiedener Gebärden zu einem Begriff in Form A, B, C usw. wurde unterlassen. Die jeweiligen Formen werden auf einer Seite angezeigt. Die Themenschubladen wurden "ausgedünnt" und sollen sich auf das wesentliche beschränken. In diesem Zuge werden auch Themen wie "Vater-Unser" und "Glaubensbekenntnis" in andere Form gezeigt: Diese Stücke sind als "Komplettfassung" vorhanden und sind der CD-Rom "Gottesdienst visuell - Bausteine und Anregungen" entnommen.


Mehrere entscheidende Vorteile zeichnen die Internetversion gegenüber der CD-ROM Version aus.
Die Internetversion ist ohne hohen Kostenaufwand veränderbar und kann sich "lebendiger Sprache" anpassen und so auch die Veränderungen einer Sprache nachvollziehen und diese dokumentieren.
Die Internetversion arbeitet unabhängig vom jeweiligen Betriebsystem, d.h. sie unterliegt nicht den "Grenzen" des jeweiligen Betriebsystems ihres Computers und dessen Entwicklung.
Nachteil ist natürlich die Anbindung an das Internet. Doch in der Zukunft wird dieses Medium weiter ausgebaut und zu einer für alle und überall verfügbaren Kommunikationsmöglichkeit werden.


So hoffe ich auf einen regen Zulauf und die nötige Kritik, diese Form der Präsentation besser in Form und Inhalt gestalten zu können.


Kassel, 8. April 2008


Lutz Käsemann